myContactCenterHandbuch

Mehrere Rechner und Standby

Wie Sie die Dienste auf mehrere Rechner verteilen, welche Namen dabei überall auflösbar sein müssen, welche Firewallregeln die Pakete anlegen und wie Sie zweiten Dispatcher, weitere Routing Services und einen Standby-Server einrichten.

Jedes Paket lässt sich auf einem eigenen Rechner installieren. Einige Teile gehören aber zusammen:

  • ExternalDatabase läuft immer auf dem Rechner des Routing Service; sie wird mit ihm installiert.
  • SwyxCDS läuft auf dem Rechner des Servers.

Dispatcher, Logger, Routing Service und SQL Server dürfen auf beliebigen Rechnern stehen, solange die Verbindungen aus Ports und Verbindungen frei sind.

Namen und Adressen

Jeder Name, den Sie irgendwo eintragen, muss auf den Rechnern auflösbar sein, die ihn benutzen:

Name eingetragen in benutzt von
Registrierungspunkt — Name oder Adresse eines Dispatchers den Konfiguratoren von Logger, Routing Service und Wandanzeige; im Agenten allen, bei denen er eingetragen ist
Master und Standby für den Dispatcher Master Server, Standby Server im Dispatcher Konfigurator dem Dispatcher
Master und Standby für alle übrigen Master, Standby und Alternativer Name für Master bzw. Alternativer Name für Standby in der Serverkonfiguration, siehe Master und Standby Agent, Wandanzeige, Routing Service und Logger: Der Dispatcher nennt ihnen diesen Namen als Adresse des aktiven Servers.
Server für die Administration Verbinden mit Server in der Administration der Administration
SQL Server SQL Server im Server Konfigurator dem Server und den Arbeitsplätzen für Berichte, siehe Server einrichten
Telefonanlage PBX Server in der Serverkonfiguration Routing Service und Agenten

Vorgabe für Master und Standby ist der Rechnername des Servers. Lösen nicht alle Arbeitsplätze diesen Namen auf, tragen Sie dort den vollständigen DNS-Namen ein. Für Arbeitsplätze in einem anderen Netz, die den Server unter einem anderen Namen oder einer anderen Adresse erreichen, gibt es Alternativer Name für Master und Alternativer Name für Standby: Gelingt die Verbindung unter dem ersten Namen nicht, versuchen es die Programme mit dem alternativen.

Firewall

Die Pakete tragen in die Windows-Firewall ihres Rechners Regeln für die Verbindungen ein, die dort ankommen — für alle Netzwerkprofile und jeden Absender. Darunter sind:

Paket Ports
Server 6000 bis 6003, 6005 bis 6008 und 6016/TCP; 6008/UDP
Dispatcher 5000/TCP
Logger 514/TCP
Routing Service 53000 bis 55000 TCP und UDP für SIP, 6010/TCP für Web-Chat und Web-Rückruf
Agent 53000 bis 55000 TCP und UDP für SIP

Für Port 6009, über den sich der Routing Service beim Server anmeldet, legt kein Paket eine Regel an. Läuft der Routing Service auf einem anderen Rechner als der Server, geben Sie 6009/TCP auf dem Server selbst frei.

Die Regeln gelten nur für die Windows-Firewall des jeweiligen Rechners. Stehen Firewalls im Netz dazwischen, geben Sie dort dieselben Verbindungen frei — auch die Sprachdaten, die über UDP zwischen Telefonanlage, Routing Services und den Arbeitsplätzen der Agenten laufen; siehe Ports und Verbindungen.

Ein zweiter Dispatcher

Fällt der einzige Dispatcher aus, finden Agenten, Wandanzeigen und Routing Services, die sich neu verbinden, den Server nicht mehr. Ein zweiter Dispatcher auf einem anderen Rechner verhindert das:

  1. Installieren Sie das Paket Dispatcher auf dem zweiten Rechner und tragen Sie dieselben Server unter Master Server und Standby Server ein wie beim ersten.
  2. Tragen Sie überall beide Dispatcher als Registrierungspunkte ein: bei Logger, Routing Service und Wandanzeige als Registrierungspunkt 1 und 2 bzw. Registration Point 1 und 2, im Agenten als Punkt 1 und Punkt 2.

Status der Dienste zeigt eine Zeile je Dispatcher.

Mehrere Routing Services

Installieren Sie das Paket Routing Service auf weiteren Rechnern, melden sich alle beim Server an. Genau einer ist aktiv und nimmt Anrufe, Chats, Web-Rückrufe, E-Mails und Faxe an; die übrigen warten passiv und übernehmen, wenn er sich abmeldet. Umschalten können Sie in Status der Dienste.

  • Tragen Sie in jedem Routingservice Konfigurator die Registrierungspunkte und dasselbe SIP-Konto ein wie beim ersten Routing Service.
  • Mitschnitte und Sprachnachrichten müssen in einem Ordner landen, den alle Routing Services erreichen — siehe Reiter Server.

Standby-Server

Ein zweiter Server übernimmt, wenn der Master ausfällt oder Sie umschalten — siehe Ausfallsicherheit. So richten Sie ihn ein:

  1. Installieren Sie das Paket Server auf einem zweiten Rechner. Geben Sie ihm im Server Konfigurator eine eigene Datenbank, am besten auf einem eigenen SQL Server.
  2. Verbinden Sie die Administration mit dem Standby-Server. Tragen Sie dort zuerst seinen Server: Basisschlüssel ein — er macht ihn zum Standby-Server —, dann seine übrigen Standby-Lizenzen, und aktivieren Sie sie — siehe Lizenzen für den Standby-Server.
  3. Tragen Sie auf dem Master in der Serverkonfiguration, Reiter Standby, den Standby-Server ein und gleichen Sie ihn ab — siehe Master und Standby.
  4. Tragen Sie in jedem Dispatcher Konfigurator unter Standby Server den Standby-Server ein.

Umgeschaltet wird in der Administration mit Server aktiv machen und Server passiv machen — siehe Server aktiv und passiv schalten.

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